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S/4HANA Security: Wie sich Berechtigungs- und Compliance-Anforderungen verändern

S/4HANA Security: Wie sich Berechtigungs- und Compliance-Anforderungen verändern

Inhaltsübersicht

Die digitale Transformation schreitet rasant voran, und mit ihr wachsen auch die Herausforderungen im Bereich IT-Sicherheit und Compliance. Der Umstieg auf SAP S/4HANA ist für viele Unternehmen ein entscheidender Schritt in Richtung Zukunft – doch gerade im Bereich Berechtigungsmanagement und regulatorische Anforderungen bringt die neue ERP-Generation einige Veränderungen mit sich.

Während Unternehmen von Cloud-Technologien, intelligenten Workflows und Echtzeitanalysen profitieren, bedeutet die Migration zu S/4HANA auch eine Neubewertung der Sicherheitsstrategie. Doch welche neuen Anforderungen ergeben sich konkret – und wie können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Systeme compliant und geschützt bleiben?

1. Dynamische Berechtigungen statt starrer Rollenmodelle

Mit S/4HANA verändert sich das Berechtigungskonzept: Die klassischen, oft sehr starren Rollenmodelle werden flexibler, um moderne Geschäftsprozesse und Cloud-basierte Szenarien zu unterstützen.

  • In der Cloud-Umgebung können Rollen dynamisch zugewiesen und angepasst werden – was Flexibilität erhöht, aber auch neue Sicherheitsrisiken birgt.
  • Die Fiori-Oberfläche bringt neue Herausforderungen für das Fiori Launchpad und App-spezifische Berechtigungen mit sich.
  • Die technische Trennung von Frontend- und Backend-Rollen muss überdacht werden, da Fiori-Apps oft verschiedene Systeme durchqueren.

Best Practice: Unternehmen sollten frühzeitig ihr Berechtigungskonzept überarbeiten und automatisierte Prüfmechanismen für kritische Berechtigungen einführen.

2. Compliance-Vorgaben im Wandel: Neue Anforderungen durch S/4HANA

Die Migration auf S/4HANA beeinflusst auch die Compliance-Strategie eines Unternehmens. Regulatorische Anforderungen wie DSGVO, SOX oder ISO 27001 erfordern eine klare Transparenz über Benutzerrechte und Zugriffe.

  • Cloud Security & Data Residency: Besonders in hybriden Szenarien stellt sich die Frage, wo Daten gespeichert werden und wer darauf zugreifen darf.
  • Automatisierte Prüfprozesse: Viele Unternehmen setzen vermehrt auf GRC (Governance, Risk & Compliance)-Lösungen, um Compliance-Verstöße frühzeitig zu erkennen.
  • Protokollierung & Auditability: S/4HANA bietet mit Logging- und Analysetools detailliertere Einsichten über Benutzeraktivitäten – Unternehmen müssen sicherstellen, dass diese Daten DSGVO-konform gespeichert und ausgewertet werden.

Best Practice: Unternehmen sollten frühzeitig ein kontinuierliches Monitoring für Compliance-Verstöße implementieren und bestehende GRC-Prozesse mit der neuen S/4HANA-Architektur abstimmen.

3. Zero Trust: Der neue Sicherheitsansatz für SAP S/4HANA

Mit der Einführung von Cloud-Technologien gewinnt das Zero-Trust-Modell auch für SAP S/4HANA an Bedeutung. Anstatt sich auf klassische Netzwerkgrenzen zu verlassen, setzt Zero Trust auf das Prinzip „Never Trust, Always Verify“.

  • Kontextbasierte Authentifizierung: Die Identität eines Nutzers wird nicht nur durch Login-Daten, sondern auch durch Standort, Gerät und Verhalten geprüft.
  • Least Privilege Principle: Mitarbeiter erhalten nur die minimal erforderlichen Berechtigungen – ein entscheidender Schutz vor Insider-Bedrohungen.
  • SAP Identity Access Management (IAM): Tools wie SAP Identity Access Governance (IAG) helfen dabei, Zugriffsrechte automatisiert zu verwalten und Sicherheitsrichtlinien durchzusetzen.

Best Practice: Unternehmen sollten ihre Sicherheitsstrategie auf Zero Trust ausrichten, um Risiken in hybriden und Cloud-basierten S/4HANA-Szenarien zu minimieren.

Fazit: S/4HANA Security erfordert ein Umdenken

Die Umstellung auf S/4HANA ist nicht nur eine technische, sondern auch eine sicherheits- und compliance-relevante Transformation. Unternehmen sollten die Gelegenheit nutzen, um ihre Berechtigungskonzepte zu modernisieren, Compliance-Prozesse zu automatisieren und moderne Sicherheitsstandards wie Zero Trust zu etablieren.

Die richtige Strategie macht den Unterschied: Wer frühzeitig in automatisierte Sicherheitslösungen, intelligente Zugriffskontrollen und Compliance-Monitoring investiert, schafft nicht nur eine sichere SAP-Landschaft, sondern auch eine zukunftsfähige digitale Basis für sein Unternehmen.

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